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50 Jahre Münch Motorräder

14. Mai 2015, 10:00 - 17. Mai 2015, 18:00

| kostenlos

1965 war kein gutes Jahr für Motorradkonstrukteure. Wer im Nachkriegsdeutschland etwas auf sich hielt, fuhr Auto. Der Bestand an Motorrädern, der zeitweise auf über zwei Millionen Fahrzeuge gestiegen war, fiel rasant. 1965 betrug er nur noch 415.000 Einheiten. Nicht einmal mehr 8.000 Neufahrzeuge wurden in diesem Jahr neu zugelassen.

Von dieser Entwicklung unbeeindruckt machte sich der hessische Motorrad-Konstrukteur Friedel Münch daran, rund um den Motor des NSU Prinz 1000 TT das erste „Big Bike“ der Zweirad-Geschichte zu bauen. Ein Motorrad mit einem Vierzylindermotor aus einem Auto, das hatte es bis dahin noch nicht gegeben. Ein Zweirad mit dieser Leistung ohnehin nicht. Das Hinterrad aus Elektron-Guss war ebenso wegweisend wie der geschlossene Kettenkasten, in dem die Antriebskette im Ölbad lief. Das ebenfalls aus Elektron gegossene Heckteil und das Scheinwerfergehäuse mit dem markanten Doppelscheinwerfer trugen ebenso zu dem unverwechselbaren Erscheinungsbild der neuen Maschine bei wie die ebenfalls von Münch gefertigte 40 mm-Telegabel, die ein Vorderrad mit der bereits seit Jahren bewährten Münch-Rennbremse aufnahm. Kein Wunder also, dass die Maschine auf der IFMA im Herbst 1966 die Messe-Sensation schlechthin wird. Zu dieser Zeit hatte das Motorrad, das in Zukunft nur noch den Namen „Münch-4“ tragen sollte, von dem berühmten Motorrad-Journalisten Ernst „Klacks“ Leverkus bereits einen Spitznamen erhalten, der ihm erhalten bleiben sollte. Es war wegen seiner Leitung und seiner Beschleunigung nur noch „die Mammut“.
In den Folgejahren entwickelte Friedel Münch seine Konstruktion immer weiter. Mit der TTS-E folgte auf die ursprüngliche Vergaserversion eine Maschine mit modifizierter Kugelfischer-Saugrohr-Einspritzung und 100 PS. Für diejenigen, denen die TTS-E immer noch nicht schnell – oder exklusiv – genug war, entstanden einige Jahre später sogar einige wenige Turbo-Maschinen mit stattlichen 125 PS. Für 12.500 Mark waren die Maschinen 1976 zu haben.
Gut 50 Jahre nachdem der erste Prototyp der „Mammut“ zum ersten mal über Hessens Straßen donnerte, trifft sich der Münch-4-Club e. V. zu seinem Jubiläumstreffen unweit der Geburtsstätte der Münch-Motorräder. In der Klassikstadt im Frankfurter Osten versammeln sich vom 14. bis 17. Mai 2015 die Fans der Marke Münch, um vier Tage lang die Kreationen von Friedel Münch und das 35-jährige Bestehen des Münch-4-Clubs e. V. gebührend zu feiern.
Freitag und Samstag wird es zwei Ausfahrten mit den historischen Münch-Motorrädern in den Taunus bzw. die Wetterau geben. Für alle interessierten Gäste werden aber verschiedene Fahrzeuge aus dem Hause Münch ganztägig im Rahmen einer Sonderausstellung in der Klassikstadt zu bewundern sein. Besucher sind herzlich willkommen!

Details

Beginn:
14. Mai 2015, 10:00
Ende:
17. Mai 2015, 18:00
Eintritt:
kostenlos
Veranstaltungskategorie:
Veranstaltung-Tags:

Veranstaltungsort

Klassikstadt
Orber Strasse 4a
Frankfurt am Main, Hessen 60386 Deutschland
+ Google Karte
Telefon:
+49 (0) 69 40 896 98 – 0
Webseite:
www.klassikstadt.de