Was treibt die Väter der Klassikstadt? 

Der Erfolg hat bekanntlich mehrere Väter. Das unterscheidet die Klassikstadt nicht von anderen Projekten. Doch wie kam es zu der Synthese aller Erfolgsväter und -faktoren, auf deren Grundlage die Klassikstadt zu dem entstehen konnte, was sie heute ist?


Am Anfang war es die Sorge um geeignete Garagenplätze für den Fuhrpark, der sich eher ständig erweiterte als dass es absehbar gewesen wäre, die Platznot würde sich eines Tages verringern. Dabei handelte es sich nach korrekter Definition nicht durchweg um Oldtimer. Eher eine Mischung der Fahrzeuge aus den Kindheits-erinnerungen von Männern im besten Alter – abgerundet mit einigen Sportwagen zeitgenössischer Provenienz.

Unter den Beteiligten entstand schnell eine erweiterte Definition ihrer Bedürfnisse und Visionen: Selbst schrauben oder lieber schrauben lassen? Batterie aufladen? TÜV und Wertgutachten? Vielleicht mit dem einen oder anderen Stück gelegentlich handeln? Für das Wochenende gemeinsame Ausfahrten planen. Dazu in der Vormittagssonne einen Espresso trinken und später am Tag ein Glas Wein bei einem ehrlichen Abendessen in interessanter Gesellschaft. Die Gruppe der Infizierten wuchs kontinuierlich und der Gedanke der Errichtung einer gemeinsamen Plattform wurde geboren: Eine Infrastruktur rund um klassische Fahrzeuge und Sportwagen für Menschen, die mit Engagement ihrer Leidenschaft nachgehen – für manche als Hobby, für die weiter Fortgeschrittenen (auch) als Beruf. Eine Stätte der Begegnung und des Austauschs für Gleichgesinnte mit überdurchschnittlichem Anteil an Benzin im Blut. Grundsätzlich offen für ehrliche Vertreter aller Genre, die etwas beizutragen haben. Ohne jeden dogmatischen Imperativ der einschlägigen Kritiker und Besserwisser. Kurzum: die DNA der Klassikstadt.

Ist der selbst gestellte Anspruch erreicht worden? Darüber mögen die Partner, Freunde und Nutzer der Klassikstadt urteilen. Fest steht: Seit Aufbau der Klassikstadt bis zu ihrer Eröffnung Ende 2010 floriert der Markt für Oldtimer und Youngtimer – keineswegs nur aufgrund der vielzitierten Fluchtbewegung in Sachwerte, sondern auch, weil durch den technischen Fortschritt gerade im Verzicht auf denselben für das Fahrerlebnis abseits des Alltags ein besonderer Reiz entstanden ist, der mit jeder Neuwagenpräsentation zunimmt. Diese Entwicklung trägt dazu bei, dass die Gemeinde der Freunde der Klassikstadt wächst – nicht nur in quantitativer Hinsicht.

Dabei bildet die Weisheit der selbsternannten, einzig wahren Kenner und Puristen der Szene keinen verbindlichen Maßstab. Die Resonanz von Geschäftspartnern und Publikum gibt den Ansporn, die Umsetzung des Konzepts als Plattform für Liebhaber automobiler Kultur ständig weiterzuentwickeln und somit die Attraktivität der Klassikstadt weiter zu steigern. Nicht mit verbissenem Gesichtsausdruck, sondern dem Lächeln derjenigen, die mit unternehmerischem Risiko gemeinsam die Klassikstadt tagtäglich gestalten. Und die mit mittlerweile über 30 Betrieben und gut 150 Arbeitsplätzen eine Angebotsvielfalt und -qualität geschaffen haben, die weit über das Rhein-Main-Gebiet hinaus Menschen begeistert, automobile Kultur zu erleben.

Und seine Autos kann man dort auch abstellen. Also, wann sehen wir uns auf den nächsten Espresso?

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